Aus dem Leben einer angehenden Fotografin gedanken travel

Jeder hat ein Kapitel im Leben, dass er nicht laut vorliest. Ich schon.

Jeder hat ein Kapitel im Leben, dass er nicht laut vorliest. Ich schon. 24. Oktober 2018Leave a comment

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Ganz ehrlich, ich wusste nicht wie es weiter geht mit mir. Ich wollte Absteigen. Jeder riet mir, bleib, du siehst so viel. Ja teils, teils. Wenn du Glück hast kommst du mal raus, vielleicht hast du auch mal etwas länger Pause am Stück und genießt die 3 (manchmal auch 4) Stunden. Du überlegst – gehst du raus oder legst du dich lieber hin. Du willst beides! 

In Stockholm stand für mich fest, ich steige ab. Mein Arbeitsplan war für mich einfach nicht akzeptabel. Koffer waren gepackt und habe nur darauf gewartet in Warnemünde zu sein, damit ich abgeholt werde. Ging nicht so leicht wie erwartet. Hohe Kosten würden mich erwarten.
Es ist anstrengend von morgens bis abends 22:30 oder sogar 23:20 zu arbeiten, das 7 Tage die Woche, 6 Monate.

Mir fehlt mein Alltag. Mit Freunden zu reden, ins Kino zugehen, die Filmabende gemütlich im Bett oder auf dem Sofa. Richtiges Leitungswasser, das man trinken kann. Meine Privatsphäre, meine Zeit – um Dinge zu erledigen, ein Fenster morgens. Besonders Menschen, denen du vertrauen kannst. Das was ich gelernt habe auf dem Schiff – vertrau hier niemanden. Ich bin schon ordentlich auf die Schnauze gefallen. Aber dennoch ist das Crewleben genial. Ich freu mich viel zu sehen, neue Kulturen kennenzulernen. Mein Favorit bleibt einfach Skandinavien. Wenn ich Deutschland verlasse, dann würde es mich wohl dort hin ziehen.

Ich sehe viel, bin aber auch echt kaputt. Nächstes Jahr komme ich nach Hause und genieße meine Ruhe, werde mich aber vermutlich schnell langweilen, denn ich bin nicht mehr so beschäftigt wie hier auf dem Schiff. Leider fehlt mir das genaue und gezielte fotografieren, wie ich es von der Produktfotografie kenne. Ich stehe an der Gangway fotografiere die Gäste. Dann steh ich oft nutzlos an der Gangway und es kommt niemand raus – ich bin ein Eiszapfen. Jedesmal denk ich mir, die 1,5 Stunden hätte man mir als Pause schenken können.

Was sich bei mir noch geändert hat, ein Gast hat mich überzeugt, dass ich nun kein Fleisch mehr esse. Das ich bestimmt 5 Kilo zugenommen habe und Charakterlich noch stärker gewordenen bin, als ich sowieso schon war.
Ich freu mich wieder auf meine Selbstständigkeit, neue Aufträge und auf das Reisen auf eigene Faust. Bis dahin seht ihr mich weiterhin nur virtuell auf meinem Blog, Instagram.

Nun die Bilder sind aus Helsinki

 

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